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So leicht ist das Selbstabtasten der eigenen Brust

Die 32-Jährige ist vielen bekannt als die ungewöhnliche Teilnehmerin der 2010er Staffel von GNTM, als strahlende, selbstbewusste junge Frau, die in ihrem Beruf als Stuntfrau Stärke zeigt und Erfolg hat. Doch 2016 ereilten sie innerhalb kurzer Zeit zwei Schicksalsschläge. Sie brach sich bei einem Stuntjob beide Füße, 6 Wochen später verunglückte ihr Lebensgefährte Hannes Arch bei einem Helikopterabsturz. Mittlerweile steht Miriam Höller auf der Bühne, berichtet von ihren Erlebnissen und lässt andere Menschen teilhaben an der Kraft ihrer persönlichen Geschichte.

Als Botschafterin von Pink Ribbon Deutschland hilft sie zudem dabei, auch junge Frauen dazu zu bringen und immer wieder daran zu erinnern, auf ihre Gesundheit und die Brustkrebs-Früherkennung zu achten. Denn die rechtzeitige Erkennung kann in den meisten Fällen einer Brustkrebsdiagnose nicht nur die Behandlungsmöglichkeiten verbessern sondern vor allem die Heilungschancen deutlich steigern.

Über ihr Engagement im Zeichen der pinkfarbenen Schleife und die unbekleideten Aufnahmen sagt Miriam Höller: „Die Bilder machen in sehr ästhetischer Weise auf ein so wichtiges Thema aufmerksam. Sie sollen Frauen dazu bringen, ein Bewusstsein für ihren Körper zu entwickeln. Ich möchte insbesondere junge Frauen ermutigen, sich mit ihrer Gesundheit und dem Thema Brustkrebs-Früherkennung auseinanderzusetzen. Ich wünsche mir, dass auch bereits Frauen in meinem Alter ganz regelmäßig und selbstverständlich ihre Brust abtasten, ohne Angst oder falsche Scheu.“ Sie erläutert, warum ihr dies persönlich am Herzen liegt: „Mit meinen Vorträgen genauso wie mit dieser Kampagne möchte ich alle Frauen motivieren, mutig zu sein. Leben bedeutet nun einmal Risiko. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Wir werden immer Veränderungen in unserem Leben erfahren, die wir uns so nicht für uns gewünscht haben. Ich frage mich in solchen Momenten: Bin ich ein mutiger Mensch? Natürlich bin ich ein mutiger Mensch! Jeder Mensch kann mutig sein! Es geht darum, Entwicklungen für sich zu nutzen. Ich habe erfahren, wie sich das Leben von einem Tag auf den anderen komplett drehen kann. Soweit wir überhaupt etwas in der Hand haben und unser Leben steuern können, sollten wir davon Gebrauch machen und die Verantwortung übernehmen.“

Hier geht es zu den weiteren Motiven mit den Tipps zum Selbstabtasten.

Die Motive mit Miriam Höller hat der Fotograf Christian Holzknecht (www.christianholzknecht.com) geschaffen, das Bodypainting stammt aus der Hand von Natascha Zenig BodyArt. Die Kampagne wird ab sofort über Anzeigen und mit Informationsflyern kommuniziert sowie in einem TV-Spot sichtbar. Verantwortlich für die Videoproduktion ist Sergej Stanojkowski, SSP Film.

Hier geht es zum Making-of-Video der Kampagne und einem Videointerview mit Miriam Höller.

Im Gespräch mit Christian Holzknecht – Visionär, Fotograf, Good Vibes Spezialist

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen? Was ist dir daran wichtig?

Ich wollte schon immer Fotograf sein und habe bereits mit 8 Jahren erzählt, dass ich fotografieren viel besser finde als malen, da es viel schneller zum Ergebnis führt. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich aus reiner Liebe zu den Menschen Fotograf geworden bin, oder anders ausgedrückt: aus Faszination an den Menschen. Ich liebe es über alles, Menschen vor meiner Kamera wahrzunehmen und sie durch meine heutige Arbeitsweise im Herzen zu berühren und ihnen davon ein Bild machen zu können. Das ist ein riesiges Geschenk für mich und ich würde mir nix anderes wünschen, tun zu dürfen.

Du hast dich spontan bereit erklärt, unsere Kampagne zu unterstützen. Warum?
Ich habe von einem meiner Mentoren einmal gehört, dass wir nur dann in der Balance agieren, wenn unser Tun in den drei Dritteln ist. Ein Drittel für mein Wohl, ein Drittel für dein Wohl und ein Drittel für alles was ist. Das letzte Drittel, habe ich für mich begriffen, ist ein Dienst am Menschen und etwas, das die Welt insgesamt zu einem besseren Platz macht. Ein Akt aus Liebe. Und da freu ich mich immer sehr, wenn ich das auch mit der Kamera tun kann. Noch dazu hat mich Miriam Höller, die ich ja schon öfter fotografieren durfte, darum gebeten. Ich nehme derartige Einladungen immer sehr gerne an, wenn ich merke, dass gewisse Menschen so viel Vertrauen haben in meine spezielle Art zu fotografieren, dass sie mich in ihre Projekte dazu holen wollen.

Gab es eine Herausforderung für dich bei diesem Projekt? Welche?
Ich würde das Wort „Herausforderung“ gerne mit dem Wort „Anspruch“ ersetzen. Ich habe an mich und meine Arbeit immer einen Anspruch, dass es besser wird, wie alles was ich gestern noch gemacht habe und dass es etwas mehr „wahrhaftig“ in der Ehrlichkeit wird, als das, was ich gestern fotografiert habe. Ich mach mir da keinen Druck. Doch mag ich die Idee, dass wir uns immer jeden Tag neu erfinden können und in einer besseren Version von uns selbst agieren können. In dem Fall war die Miriam Höller ja nackt mit Farbe auf der Haut vor der Kamera und da darf ich noch sorgfältiger dafür sorgen, dass sie sich nicht nackt fühlt. Gerade für die Botschaft von Pink Ribbon ist es ja super wichtig, dass Miriam hier „Mut" macht und das wäre in meiner Welt schlecht möglich, wenn sie sich nicht sicher und wertvoll fühlt.

Was hoffst du wird diese Kampagne bewirken?
Ich wünsche mir immer, mit jeder meiner Arbeiten, dass sie die Welt zu einem besseren Platz machen und die Menschen an die Liebe in ihnen erinnern. Und da passt diese Kampagne super mit rein. Ich glaube daran und vertraue sehr stark darauf, dass die Frauen die Ehrlichkeit der Botschaft erkennen werden und die Liebe zu ihrem eigenen Leben sie einfach ganz sanft, mit einem Lächeln im Gesicht, dazu bewegen wird, einen regelmäßigen Check-up zu machen. Wir leben jetzt in einer Zeit der Fülle und dürfen einfach glücklich sein. Da passt es für mich, dass wir auch unserem Körper eine lebensbejahende Einstellung zu erkennen geben und ihn wertschätzen.


Austria: 1060 Vienna Phone +43 699 19241340 office@christianholzknecht.com
USA: Los Angeles, CA 90025 Phone +1 323 8254010 la@christianholzknecht.com

Im Gespräch mit Natascha Zenig – Make-up Artistin, Bodypainterin, Special Effects Fachfrau

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Schon von Kindesbeinen an war ich kreativ und handwerklich sehr geschickt und habe es geliebt, mit meinen Händen zu arbeiten. Den finalen Impuls zu meiner Berufswahl gab mir allerdings meine Mutter. Sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahre als Make-up Artistin, aber erst als sie mich eines Tages darum bat, sie zu einem Bodypainting Festival mit Airbrush-Workshop zu begleiten, entdeckte ich meine Liebe zum Airbrushen und zum Bodypainten. Diese Art der künstlerischen Freiheit war mir bis bis dahin einfach fremd – und plötzlich eröffneten sich mir riesige Möglichkeiten. Als ich dann noch den Film „Pans Labyrinth“ sah, war mir klar, dass ich Special Effects Make-up zu meinem Beruf machen wollte. Ich muss gestehen, ich tue mich selber immer etwas schwer, wenn mich jemand zu meinem Beruf befragt, denn ich sehe jede meiner Fähigkeiten als eigenständigen Beruf an. In meinen Augen habe ich also mehrere Berufe – und ich liebe sie alle gleichermaßen. Egal ob Bodypainting am Menschen oder am Tier, Make-up (von Beauty bis hin zum Extreme-Make-up), Special Effects, Modellieren und Formenbau … ich möchte keines davon missen!

Was gefällt dir denn besonders an dem was du tust?
Auf jeden Fall diese Vielschichtigkeit, die Abwechslung und die tägliche Möglichkeit, mich künstlerisch zu entfalten. Heute ein Beauty Make-up, morgen ein Bodypainting oder Schwangerschaftsbauch-Painting, übermorgen wieder Special Effects und Make-up für einen Film oder TV-Spot  – ich liebe diese Vielfalt und bin ausgesprochen dankbar für die stets neuen Herausforderungen, die sich mir bieten.

Du arbeitest sowohl im Fernseh- als auch im Fotobereich. Gibt es dabei Unterschiede?
Beide Bereiche haben ihre Vorzüge! Einerseits liebe ich es etwas extrem Aufwändiges für ein Fotoshooting zu kreieren, welches in Kombination mit dem professionellen Auge und Können des Fotografens ein Kunstwerk ergibt. In unserer schnelllebigen Zeit ist ein kurzer Moment des Innehalten und Staunens sehr kostbar. Und eine gekonnte Inszenierung eines Sujets erzeugt genau solch einen Moment. Auf der anderen Seite arbeite ich aber auch sehr gerne mit anderen Abteilungen zusammen und genieße das aufregende Leben am Filmset. Ich darf in dem Zusammenhang immer wieder erleben, dass erst das perfekte Zusammenspiel jedes noch so kleinen Rädchens das große Werk zum Laufen bringt.

Du hast dich spontan bereit erklärt, unsere Kampagne zu unterstützen. Warum?
Das Thema Brustkrebs berührt mich selbst sehr, denn in meinem privaten Umfeld ist es leider immer wieder ein Thema. Ich habe eine sehr liebe Freundin an diese unfaire Krankheit verloren und auch jetzt gerade kämpft eine andere Freundin von mir gegen den Krebs an. Meine Mutter arbeitet als Pigmentistin, das ist Permanent Make-up, mit Hauptaugenmerk auf Paramedic. Im Zuge dessen steht sie sehr oft in Kontakt mit Frauen, welche mit Brustkrebs diagnostiziert wurden. Durch sie durfte ich erfahren, wie wichtig und notwendig eine gute Aufklärung ist und wieviele Frauen von der Krankheit betroffen sind. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass ich für diese tolle Kampagne angefragt wurde und ich somit auch meinen Beitrag zu diesem sehr wichtigen und leider oft vernachlässigten Thema leisten kann.

Was hoffst du wird diese Kampagne bewirken?
Mit Miriam Höller im Team haben wir eine beeindruckende Powerfrau als Testimonial, die bewiesen hat, dass Du niemals aufgeben darfst – egal wie schlimm es Dich trifft. Auch wenn nur eine einzige Frau auf dieser Welt anfängt, sich motiviert durch die Kampagne monatlich selbst zu checken, dann war es schon den ganzen Einsatz wert. Es ist mir vollauf bewusst, dass Brustkrebs kein angenehmes Thema ist und die Menschen dazu neigen, so etwas lieber auszublenden. Aber genau das sollten wir Frauen eben nicht tun! Denn die Gefahr ist einfach zu groß, eine Erkrankung zu spät zu bemerken.


Natascha Zenig BodyArt