Zum Hauptinhalt springen

Annabelle Mandeng, Schauspielerin, Moderatorin, Synchronsprecherin

Annabelle Mandeng ist 50 Jahre alt und lebt in Berlin. Sie ist ehemalige Leistungssportlerin und noch immer leidenschaftliche Hobbyathletin. Sie trainiert viel und achtest sehr auf eine gesunde Ernährung und versucht auch andere Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren. Annabelle ist außerdem Botschafterin unserer neuen breastcare App. Im Interview spricht sie sehr offen und ehrlich über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Thema Brustkrebs, wie wichtig ihr Interkulturalität ist und weshalb sie die breastcare App weiterempfiehlt.

Warum hast du dich dazu bereit erklärt, mit Pink Ribbon Deutschland zu kooperieren?

AM: Ich setze mich grundsätzlich für das Thema Brustkrebs ein, unter anderem auch für Lebensheldin e.V., einem Verein, der sich um von Krebs betroffene Frauen kümmert. Also Frauen, die erkrankt sind oder waren und auf dem Weg zurück ins Leben einfach psychologische Hilfe brauchen. Auch deswegen bin ich mit der Krankheit bereits vertraut

Hattest du bereits in deinem näheren Umfeld mit Brustkrebs zu tun?

AM: Eine Freundin von mir, Tanja Bülter (ebenfalls Pink Ribbon Botschafterin), hat im vergangenen Jahr Brustkrebs bekommen. Sie geht sehr heroisch damit um, wie ich finde. Sie informiert andere darüber und versucht natürlich im Zuge der ganzen Behandlungen, die sie durchstehen muss, ihren Lebensmut nicht zu verlieren. Insofern ist das etwas, das in meinem unmittelbaren Umfeld genauso stattfindet. Sie ist im selben Alter, es kam damals ganz plötzlich und ich habe einmal mehr gemerkt, dass es wirklich sinnvoll ist, Kommunikationsarbeit zu unterstützen. So haben Frauen die Chance, frühzeitig zu erkennen, wenn sie Brustkrebs haben und können dann die richtigen Schritte einleiten.

Wie steht es denn um deine eigenen Früherkennungsmaßnahmen?

AM: Ich muss ehrlich sagen, dass ich da momentan noch nicht gut aufgestellt bin. Es liegt vor allem daran, dass ich gerade keine gute Frauenärztin mehr habe. Selbstverständlich lasse ich meine Brust abtasten, wenn ich beim Gynäkologen bin, und versuche das auch in den eigenen vier Wänden immer wieder zu machen. Aber ich glaube, ich bin da relativ naiv, um ehrlich zu sein. Deshalb tut es auch mir gut, dass es jetzt die breastcare App gibt, um letzten Endes meine eigene „awareness“ mehr nach oben zu schrauben.

Die breastcare App ist derzeit in 7 Sprachen verfügbar. Du sprichst fließend Deutsch, Englisch sowie Französisch. Sowohl während deiner Kindheit als auch während deiner Karriere bist du viel gereist. Wie wichtig ist dir Interkulturalität?

AM: Das ist mir natürlich enorm wichtig. Ich bin selbst ein interkultureller Mensch, meine Mutter ist Deutsche und mein Vater Kameruner. Ich bin in Deutschland, in Togo und in Pakistan aufgewachsen. Ich habe viel im Ausland gelebt und gearbeitet. Ich finde Interkulturalität nicht nur wichtig, sondern auch wahnsinnig schön. Ich finde es toll, wie wir von anderen Kulturen lernen können und die anderen Kulturen von uns lernen können. Diese Interaktion - wenn man sie offenen Herzens und offenen Auges betreibt - kann nur bereichernd sein. Deswegen bin ich immer in vorderster Linie mit dabei, wenn es um Interkulturalität geht.

Wieso würdest du deinen Followerinnen oder auch Familie und Freundinnen die breastcare App weiterempfehlen?

AM: Ich finde es super, dass es ein Tool gibt, das es einfach macht! Ich glaube es geht immer wieder darum, Hemmschwellen zu senken und Menschen Zugang zu Dingen zu gewähren, die ihr Leben leichter machen. Die breastcare App ist genau das alles kombiniert. Sie trägt dazu bei, dass weniger Menschen an dieser Krankheit sterben, weil sie in der Lage sind, früh genug zu erkennen, um was es geht und was man im Zweifel tun kann. Ich finde es großartig und bin dafür, gerade weil es ein so unkomplizierter und zugleich so ausgeklügelter Ansatz ist. Das muss raus an möglichst viele Menschen! Davon sollen so viele Frauen wie möglich profitieren!

Gute Ernährung und vor allem auch Bewegung mindern das individuelle Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Bewegung spielt auch in deinem Leben eine große Rolle. Woher nimmst du deine Motivation, hast du Tipps für uns?

AM: Das ist eine Frage, die mir sehr oft gestellt wird (lacht). Ich habe leider nur eine ganz einfache Antwort dafür: Ich tu’s einfach! Es gibt in meinen Augen weder einen Schweinehund noch sonst irgendetwas. Du musst es machen - oder du machst es eben nicht. Alles, was dazwischen ist, sind Ausreden. Ich verstehe das, es gibt Menschen, die sich überwinden müssen oder eine Scheu vor einer sportlichen Regelmäßigkeit haben. Aber ich meine, wir kümmern uns doch täglich darum, dass wir essen, dass wir unsere Hygiene wahrnehmen, uns die Zähne putzen oder dass wir schlafen. Ich sehe nicht, warum man sich dann nicht dieses Zeitfenster nehmen kann, um sich unmittelbar um sich zu kümmern. Ich lebe mit meiner Seele in meinem Körper und der ist mir wichtig. Das wäre genauso, als würde ich mein Haus nie sauber machen oder pflegen, weil ich keine Lust habe. Das kommt für mich nicht in Frage. Ich habe einen sehr hohen Respekt vor Körperlichkeit und davor, dass mein Köper bis ins hohe Alter funktionieren soll. Natürlich weiß ich über Verschleiß und Alterungsprozesse und so weiter Bescheid. Ich bin Skoliose-Patientin und hatte bereits eine Operation, ich trage Titan im Rücken und kenne aus eigener Erfahrung verschiedene chronische Erkrankungen. Gerade deshalb ist es für mich so extrem wichtig, auf meinen Körper zu achten. Ich hoffe sehr, dass ich andere Menschen mit meiner Einstellung motivieren kann. Bewegung bringt wirklich etwas. Und es tut dem Kopf gut - man bekommt einfach gute Laune. Deshalb sage ich jedem nur: Tu es - oder nicht. Dazwischen gibt es nichts.

Hier geht es direkt zur Webseite der breastcare App.

>> zurück zur Botschafterinnen-Übersicht