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Diana zur Löwen, Unternehmerin und Influencerin

Diana zur Löwen, 26 Jahre, kommt aus einem Dorf in Hessen und lebt nun, nach ihrem BWLStudium in Köln, in Berlin. Diana teilt schon seit über 10 Jahren ihr Leben mit ihren Follower:innen und hat sich in dieser Zeit mit unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt. Ursprünglich war sie in den Bereichen Beauty und Mode zuhause, inzwischen nutzt sie ihre Reichweite vor allem für gesellschaftliche Themen, wie Feminismus und Female Empowerment. In ihrem Ratgeber „Melationship“ gibt sie außerdem Tipps, wie man den eigenen Körper besser kennenlernt. Unter anderem darüber haben wir mit ihr im folgenden Interview gesprochen.

Ein Bewusstsein für sich selbst und den eigenen Körper zu entwickeln ist von großer Bedeutung beim Selbstabtasten und der Brustkrebsvorsorge. Diana, wie konntest du deine „Melationship“ zu deinem Körper vertiefen? Hast du Tipps für uns?
DzL: Ich denke es ist ganz wichtig, sich bewusst Zeit zu nehmen und ein bisschen Geduld zu haben, um seinen Körper zu entdecken. Mir persönlich hat es total geholfen, den Fokus von anderen wegzunehmen und mehr auf mich selbst und meine eigenen Ziele zu achten, besonders im Bereich Social Media. Vor allem wenn es um Schönheitsideale oder auch um Erfolge im beruflichen oder auch privaten Sinne geht. Es ist ganz wichtig dabei, auf sich zu schauen und auf sich selbst zu hören.

Wenn wir schon beim Thema Körperbewusstsein sind: Wie steht es um deine eigene Brustkrebsvorsorge?
DzL: Ich bin da immer sehr dahinter. Ich hatte auch in meiner eigenen Familie einen Todesfall wegen Brustkrebs und daraus folgenden Metastasen. Deshalb ist es mir auf der einen Seite ein enorm wichtiges Anliegen, mich regelmäßig selbst abzutasten, aber auf der anderen Seite auch mit meiner Gynäkologin ins Gespräch über Brustkrebsvorsorge zu kommen.

Du warst in deiner näheren Umgebung leider selbst mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert - wie war das für dich?
DzL: Ich war damals ungefähr 10 Jahre alt. Ich finde es sehr schade, dass der Krebs bei meinem Familienmitglied leider zu spät erkannt wurde. Das zeigt einfach, wie wichtig die Brustkrebs-Früherkennung ist und dass man das Abtasten auch regelmäßig selbst in die Hand nehmen sollte. Denn das kann am Ende Leben retten.

Wie nimmst du dein Umfeld wahr: Ist Brustkrebsvorsorge dort ein Thema?
DzL: Ich merke bei einigen, dass sie sensibler werden, wenn es um den eigenen Körper geht. Viele haben glaube ich auch Angst davor, zum Arzt zu gehen und sich mit der eigenen Gesundheit zu befassen. Mir ist es wichtig, meine Reichweite zu nutzen, um über diese Themen zu reden. Egal, ob es um den weiblichen Körper oder um allgemeine Vorsorge geht. Vor allem mit dem gesundheitlichen Fokus auf Corona gibt es zu viele Leute, die das vernachlässigen. Die eigene Gesundheit ist das Wichtigste was wir haben, darauf sollte man deshalb auch sehr stark aufpassen. Wenn man Angst vor dem Gang zum Arzt hat, könnte man eine Freundin mitnehmen und sich gemeinsam regelmäßig checken lassen. Das ist wichtig - bevor es zu spät ist.

Wieso empfiehlst du deinen Followerinnen, Freundinnen und deiner Familie die breastcare App?
DzL: Auf der einen Seite finde ich die App mega cool gestaltet. Vor allem weil sie verschiedene Nationalitäten einbezieht, was definitiv nicht der Regelfall ist. Zum anderen, weil sie regelmäßig an das Abtasten erinnert. Auch wenn man sich darüber bewusst ist, dass Vorsorge wichtig ist, vergisst man das Selbstabtasten im Alltag leider allzuoft. Durch den individuellen Zykluskalender mit Abtasterinnerung in der App ist man allerdings auf der sicheren Seite, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und wahrzunehmen. Und die App klärt auf - als ich früher ein Spannen in meiner Brust wahrgenommen habe, dachte ich sofort ich hätte Brustkrebs. Allerdings verändert sich die Brust, je nachdem, in welcher Zyklusphase man sich gerade befindet - da kann ein Spannen schon mal vorkommen. Die breastcare App hilft ungemein. Natürlich sollte trotzdem jede Frau regelmäßig zur Vorsorge beim Arzt gehen.

Das Besondere an der breastcare App ist ihre Vielfältigkeit und Interkulturalität. In bisher sieben
verfügbaren Sprachen spricht sie Frauen in aller Welt an. Wie wichtig ist dir Interkulturalität?
DzL: Unglaublich wichtig. Ich widme mich auch regelmäßig auf Social Media dem Thema. Letztes Jahr, bei der Gründung meiner eigenen Firma, war es uns vor allem ein Anliegen, nicht nur ein Team aus weißen Menschen zu sein, sondern Interkulturalität widerzuspiegeln. Wir versuchen viel von einander zu lernen, aber natürlich muss man Interkulturalität auch leben wollen. Mir ist es wichtig, zu versuchen, viele verschiedene Menschen in meine Inhalte einzubeziehen, denn am Ende profitiert das gesamte Team davon. Ich bin eine heterosexuelle, weiße cis Frau - da hat man manchmal einfach einen „blind spot“. Aber je diverser Teams sind, desto mehr erkennt man das und kann sich für andere Menschen stark machen, die oft kein Gehör finden. Ich habe zum Beispiel schon viele Beiträge zum Thema Kopftuchverbot veröffentlicht. Ich finde es sehr schlimm, dass es in Deutschland Leute gibt, die Frauen mit Kopftuch verbieten wollen, bestimmte Jobs auszuüben. Mir ist es wichtig, auch wenn ich selbst nicht betroffen bin, darüber zu sprechen und auf der anderen Seite auch Betroffene sprechen zu lassen. So erlangt man ein Bild von Situationen außerhalb des eigenen Umfelds.

Wieso kooperierst du mit Pink Ribbon Deutschland?
DzL: Ich empfinde Brustkrebsvorsorge und deren Kommunikation als ein sehr wichtiges Thema. Vor allem, weil das auch in meiner eigenen Familie schon ein Thema war. Brustkrebs betrifft so viele Frauen und kann in den meisten Fällen gut behandelt werden, wenn man es früh genug erkennt. Natürlich passt das Thema auch wahnsinnig gut zu „Melationship“ - den eigenen Körper kennenlernen und auf ihn achtzugeben, damit er weiterhin gesund bleibt. Ich finde die Arbeit, die Pink Ribbon macht, einfach super toll und unheimlich wertvoll - deshalb engagiere ich mich sehr gerne.

Hier geht es direkt zur Webseite der breastcare App.

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