Skip to main content

Isabell Ost, Eisschnellläuferin

Foto: Isabell Ost

Isabell, worin siehst du deine berufliche Herausforderung?

IO: Natürlich möchte ich als Hochleistungssportlerin unser Land und meine Heimatstadt Berlin international erfolgreich vertreten. Der Sport lässt mich neue Grenzen entdecken, gleichzeitig hilft er mir auch, Stress zu bewältigen. Für mich ist Sport nicht nur Leistungsbereitstellung, sondern vielmehr eine Vereinigung von Körper und Seele. Das möchte ich als Vorbild gerne allen Menschen, ob jung oder alt, vermitteln. Es geht darum, etwas für sich zu tun. Ich mache dies als Sportlerin automatisch, aber jeder Mensch kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten sportlich betätigen und so etwas für seinen Körper und seine Seele tun.

Was hat dich dazu veranlasst, die Schleife – das Symbol der Kampagne – auf deinem Rennanzug zu tragen?

IO: Nun, ich stehe mit meinem Sport zunehmend im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Mir ist bewusst, dass dies eine Chance sein kann, Menschen, denen ich nie persönlich begegnen werde, etwas mitzuteilen. Mir ist das Thema der Brustkrebs-Sensibilisierung aufgrund eigener Erfahrungen extrem wichtig. Möglichst viele Frauen – auch schon die jüngeren – sollen wissen, wie entscheidend die Brustkrebs-Früherkennung ist. Und gleichzeitig mache ich vielleicht mit meinem Einsatz klar, dass es unglaublich viele Möglichkeiten gibt, Engagement zu zeigen. Als deutsche Sportlerin möchte ich bewusst eine Organisation in Deutschland unterstützen. Bei Pink Ribbon Deutschland kommt hinzu, dass die rosa Schleife international bekannt ist und somit mein deutsches Engagement überall auf der Welt verstanden wird.

Was möchtest du gerne mit deinem Ehrenamt erreichen?

IO: Meine Mutter ist Ärztin und ich habe durch Gespräche mit ihr feststellen können, wie viel Bedarf besteht, die Menschen auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Ich hoffe, dass ich durch meine öffentliche Präsenz dazu beitragen kann, vielen Frauen zu vermitteln, dass die Früherkennung bei Brustkrebs hilft, Leben zu retten. Ich finde es übrigens auch sehr wichtig, dass Mütter ihren Töchtern ein Vorbild sind und sie darin bestätigen, zur Vorsorge zu gehen. Außerdem möchte ich helfen, generell die Scheu vor der Krankheit ein wenig abzubauen. Ich frage mich immer wieder, warum wir alle einem Ideal nachjagen, welches mit dem wirklichen Leben wenig zu tun hat. Wir alle sind Menschen mit Höhen und Tiefen, mit Gesundheit und Krankheit, das sollten wir nicht vergessen.

Und welche Rolle spielt Vorsorge für dich persönlich?

IO: Durch meinen intensiven Sport nehme ich Veränderungen an meinem Körper sehr direkt wahr. Immer wieder habe ich mit Brustschmerzen zu tun – dadurch haben sich Ängste aufgebaut. Aber genauso wie in meinem Sport lässt sich ein Problem nicht durch Ausblenden lösen, sondern nur durch die gezielte Auseinandersetzung damit. Die entsprechende Untersuchung ergab letztlich glücklicherweise keinen Befund bei mir. Meine Ängste haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selber umzugehen. Seither setze ich mich intensiv mit dem Thema Brustkrebs auseinander und begegne meinen Ängsten proaktiv – ich achte auf mich und gehe regelmäßig zur Vorsorge.

>> zurück zur Übersicht der weiteren Engagements