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Nicole Staudinger, Autorin und Trainerin

Frau Staudinger, Sie waren selbst an Brustkrebs erkrankt. Was hat Ihnen in dieser Zeit Mut und Kraft gegeben?

NS: In erster Linie waren das meine zwei Jungs und meine Familie im Allgemeinen. Aber auch die Ärzte, die mir stets das Gefühl gaben, alles im Griff zu haben, waren extrem ermutigend. Für mich waren außerdem meine regelmäßige Walking Runden mit Freundinnen wichtig, hier haben wir meist über völlig andere Dinge als den doofen Krebs gesprochen. So konnte ich den Kopf wieder freibekommen.

Hat sich für Sie durch die Erkrankung etwas im Leben verändert?

NS: Ich habe schon vorher das Leben geliebt, aber heute empfinde ich viele Dinge als Geschenk und Privileg. Und das fängt im Kleinen an. Morgens ohne Schmerzen zu starten, ist einfach ein tolles Gefühl. Außerdem genieße ich jeden Tag, an dem unsere kleine heile Welt – und damit meine ich nur meine Familie und ich – existiert! Heute geht es uns gut und morgen sehen wir weiter.

Warum engagieren Sie sich für Pink Ribbon Deutschland?

NS: Meine Welt brach von jetzt auf gleich, binnen Stunden, zusammen. Und ein Jahr später war sie wieder heile. Ohne eigenes Abtasten würde meine Welt aber heute vermutlich nicht mehr existieren. Pink Ribbon schafft ein Bewusstsein für diese schlimme, potentiell lebensbedrohliche Erkrankung. Und manchmal kann ein einfaches Abtasten – wie in meinem Fall – lebensrettend sein.

Wie lautet Ihre persönliche Botschaft an andere Frauen?

NS: Ich möchte auf keinen Fall Panik verbreiten oder über irgendwas belehren. Mir hat die Entdeckung meines „Karl-Arsch“ das Leben gerettet, und daher ist auch meine Botschaft: Hinfühlen statt wegsehen!

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