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Nach dem Brustkrebs: 5 Frauen machen Mut

Sie beweisen im Fotoshooting mit dem international renommierten Fotografen und „cultural provocateur“ Rankin selbstbewusst: Deine Brust magst du verlieren - aber deine Weiblichkeit kann dir keiner nehmen.

Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland
Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland
Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland
Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland
Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland
Foto: Rankin für Pink Ribbon Deutschland

Wie macht man Frauen Mut, die durch den Brustkrebs eine oder beide Brüste verloren haben? Durch mutige Vorbilder. Fünf Frauen zwischen 32 und 47 Jahren stellen die Frage: „Was bedeutet eigentlich Weiblichkeit?“ Für die meisten Frauen, aber insbesondere nach einer Brustkrebs-Erkrankung, sind die Brüste wichtiges Attribut im femininen Selbstverständnis. Sie werden assoziiert mit Schönheit und Sinnlichkeit. Doch ist es die weibliche Brust, die Frausein ausmacht?

Die Botschaft der Kampagne, die nun gestartet ist, lautet: Du bist komplett und schön, so wie du bist. Lebe deine Weiblichkeit. Denn die kann dir keiner nehmen. Diese Haltung strahlen die fünf Frauen aus, die von dem international renommierten Fotografen und „cultural provocateur“ Rankin in Szene gesetzt wurden – in besonderen Dessous, die das Schweizer Designer-Label LYN Lingerie eigens für die Kampagne entworfen hat. In Dessous, die mit Konventionen brechen.

Kreiert und umgesetzt hat diese Charity-Kampagne die Agentur BBDO Düsseldorf. „Es war uns ein sehr wichtiges Anliegen, mit den fünf Frauen, die an Brustkrebs erkrankten, diese Kampagne umzusetzen“, sagt Liselotte Schwenkert, Client Service Director bei BBDO Düsseldorf. „Die Individalität und das Selbstbewusstsein dieser Frauen soll zeigen, dass Brustkrebs sowohl physisch und psychisch überwindbar ist.“

IRIS, 41
Ich möchte, dass möglichst viele Frauen wissen, wie wichtig es ist, auf sich zu achten. Ich war erst 30 als ich die Diagnose Brustkrebs bekam, im Rahmen meiner damaligen Schwangerschaft. Ich war immer davon ausgegangen, dass man sich mit einem Thema wie Brustkrebs erst ab 50 beschäftigen muss. Das stimmt so leider nicht. Mir geht es heute wieder richtig gut, auch ohne Brust. Schöne Dessous gehören für mich übrigens nach wie vor in mein Leben.

MARJORIETH, 42
Ich war im 8. Monate schwanger als ich etwas in meiner Brust getastet habe, das sich später als Krebs herausstellte. Für mich war sofort klar: Wenn ich meine Brüste verlieren muss, dann verlier ich meine Brüste - aber ich bin da für meine Kinder. Und deshalb bin ich stolz auf meine Narbe, sie zeigt: I am a survivor, I made it. Ich fühle mich schön, weil ich weiß wer ich bin. Und ich denke, dass Sinnlichkeit eine Frage von Stärke und einer inneren Einstellung ist.

MELANIE, 44
Meine Geschichte fing sehr früh an mit dem Krebs meiner Mutter. Da war ich 7 und sie 26. Sie ist zum zweiten Mal krank geworden als sie 50 war. Da hat man mir geraten, mich testen zu lassen. Das Ergebnis war: 87% Risiko für Brustkrebs. Ich entschied mich damals zunächst für eine sehr regelmäßige Kontrolle. Erst mit 39 habe ich die Entscheidung getroffen, mich präventiv operieren zu lassen. Das bedeutete also, meine beiden Brüste vorsorglich abnehmen zu lassen, ohne dass ich bis dato tatsächlich erkrankt war. Die anschließende Gewebeuntersuchung hat dann ergeben, dass es ziemlich knapp war für mich, denn es gab bereits Zellveränderungen. Ich feiere seitdem am Tag der Operation jedes Jahr meinen zweiten Geburtstag. Bei meiner Mastektomie ist gleichzeitig ein Wiederaufbau der Brust gemacht worden, sodass ich heute im Prinzip genauso aussehe wie vor der Operation. Mir ist es wichtig, mit dem Thema Brustkrebs sehr offen umzugehen. Nur durch Früherkennung und in meinem Fall durch den Gentest haben wir die Chance, etwas zu tun! Mir hat es mein Leben gerettet.

PAULINA, 32
Die Diagnose hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Ich fühlte mich gesund, mein Kind wurde langsam selbstständiger und ich hatte Fuß gefasst in meinem Job. Da bekam ich mit 30 die Information, dass ich eine lebensbedrohliche Krankheit hatte. Eine völlig surreale Situation. Ich muss zugeben, es tut mir immer noch weh, mich nackt vor dem Spiegel zu sehen. Doch ich sehe nicht Weiblichkeit, die verloren gegangen ist, sondern ich sehe den Preis, den das Leben mich gekostet hat, für eine sehr sehr schwere Zeit. Das Leben hat so viel Schönes zu bieten - trotz Krebs. Und es gibt ein Leben nach dem Krebs.

SILKE, 47
Ich habe zweimal die Diagnose Brustkrebs bekommen. Für mich war es schlimm, als ich mein Brüste verloren habe, doch inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Manche Frauen haben eine größere Brust, die anderen eine kleinere. Und ich sehe mich jetzt so, dass ich eben eher weniger Oberweite habe. Ich bin froh, dass ich mich wieder wohlfühlen kann in meinen Körper. Ich möchte Frauen Kraft geben und Mut machen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Schönheit ist vielfältig! Niemand sollte sich aufgeben, nur weil eine Brust fehlt. Es ist nicht das kostbarste auf der Welt. Das kostbarste auf der Welt ist das Leben.

Alle Fotos: Rankin für Pink Ribbon Deutschland