Für Betroffene
Ein Wort, und die Unbeschwertheit ist fort. Die Diagnose Brustkrebs verändert alles.
Tipps für den Alltag nach der Diagnose
Ein Wort, und die Unbeschwertheit ist fort – die Diagnose Brustkrebs verändert alles. Du hast Angst, eine lange Zeit der Behandlung steht dir bevor. Wie sollst du all das schaffen? Wir haben dir einige Tipps zusammengestellt, die dir helfen können.
Der bisherige Alltag mit seinen kleinen Sorgen und Nöten spielt plötzlich keine Rolle mehr. Wenn du erfährst, dass du Brustkrebs hast, ist dein erster Gedanke vermutlich: Werde ich wieder gesund? Du fürchtest dich vor einer schlechten Prognose, vor belastenden Therapien, vor der Reaktion deiner Familie. Vielleicht hast du Kinder, weißt nicht, wie viel du ihnen sagen sollst. All das ist normal. Du brauchst Zeit, um dich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen.
Doch die Brustkrebs-Behandlung wird dich über einen langen Zeitraum begleiten. Neue Routinen entstehen, und es sollte sich nicht alles nur um deine Erkrankung drehen. Du brauchst auch schöne Erlebnisse und Ablenkung. Das gibt dir Kraft.
Denk daran: Jeder Mensch ist anders.
Wir können dir Tipps geben, aber du musst selbst herausfinden, was am besten zu deinem Leben und zu deiner Persönlichkeit passt.
Schaff dir eine Struktur
Feste Strukturen entlasten dich, weil du nicht über jeden einzelnen Schritt nachdenken musst. Versuch also, dir tägliche Routinen zu schaffen. Dabei sollten deine Bedürfnisse im Vordergrund stehen, also beispielsweise viele kleine Dinge, die dir guttun. Wenn du dich fit genug fühlst und es in deinem Job möglich ist, kannst du auch überlegen, ob du in einem kleinen Rahmen arbeiten willst. Viele Frauen empfinden es als hilfreich, so „normal wie möglich“ zu leben.
Einiges wirst du zumindest vorübergehend anders organisieren müssen. Dazu findest du Ratschläge bei unserem Partner daskrebsportal.de.
Du brauchst andere Menschen
Wusstest du, dass ein gutes soziales Netz einer der bedeutendsten Faktoren ist, um psychischen Problemen vorzubeugen? Nach einer Brustkrebs-Diagnose sind Familie, Freund:innen und Bekannte besonders wichtig für dich.
Versuch nicht, alles mit dir selbst auszumachen. Hab keine Angst davor, dass du anderen zur Last fallen könntest! In der Regel ist das Gegenteil der Fall: Für die meisten Menschen in deinem Umfeld ist es leichter, wenn du mit ihnen redest oder sie praktisch um Unterstützung bittest. Viele werden sich hilflos fühlen und sind froh, wenn sie etwas für dich tun können. Also nimm die Angebote anderer Mütter an, die Kinder mit in die Schule zu nehmen. Lass den Nachbarn den Rasen mähen – und freu dich darüber, dass diese Menschen für dich da sein wollen!
Tipp: Erwarte nicht, dass nahestehende Menschen erraten, was du brauchst. Es hilft dir und deinem Umfeld, wenn du dich klar äußerst: „Ich möchte heute Abend bitte nicht über den Brustkrebs reden.“, „Kannst du mich einfach mal in den Arm nehmen?“, „Mir ist das heute zu viel mit den Kindern, können sie bei euch spielen?“
Dein Freundeskreis wird sich vermutlich verändern. Du wirst positive Überraschungen erleben und womöglich auch negative. Auf jeden Fall solltest du versuchen, mit Freund:innen und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Du bist zum Beispiel in einem Tennisverein? Dann geh doch nach einem Turnier zum Plaudern vorbei – natürlich nur, wenn du dich gut fühlst. Mit Sicherheit werden sich alle freuen, dich zu sehen, und du wirst froh sein, dass du dich überwunden hast.
Denk daran: Auch die Menschen in deinem Umfeld stellen sich viele Fragen und haben eigene Ängste. Auch für sie gibt es Tipps und Informationen für ihre Situation.
Es ist deine Entscheidung, mit wem du sprichst
Solltest du deine Kolleg:innen über den Brustkrebs informieren? Oder die Nachbarn? Das hängt davon ab, was für ein Verhältnis ihr zueinander habt. In den meisten Fällen ist Offenheit hilfreich, da dein Umfeld schnell merkt, dass etwas nicht stimmt. Mit einer klaren Aussage beugst du Spekulationen vor.
Wenn du nicht immer darüber reden willst, kannst du auch eine Vertraute bitten, die anderen zu informieren.
Bei unserem Partner daskrebsportal.de findest du Tipps, wie du mit wem am besten sprechen kannst. Übrigens: Selbst Vorgesetzte musst du nicht über Details informieren, oft ist es aber hilfreich.
Es gibt Menschen, die wissen wie du dich fühlst
Bei einer Brustkrebsdiagnose fühlt jede:r mit dir, aber du wirst auch Sätze hören, die schwer für dich sind – obwohl sie gut gemeint sind! Dazu gehören Äußerung wie: „Da hast du doch noch mal Glück gehabt.“ Oder (nach der akuten Behandlungsphase): „Jetzt ist doch alles wieder gut.“
Vermutlich fühlst du dich nicht verstanden. Vielleicht haderst du sogar selbst damit, dass dich der Gedanke an die Krebszellen sehr stark belastet, obwohl „andere schlimmer dran sind“. Dann ist der Austausch in einer Selbsthilfegruppe oder in einem entsprechenden Internetforum eine gute Idee. Adressen und Webseiten findest du über die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS).
Rede mit Profis über die Brustkrebs-Erkrankung
Eine Brustkrebsdiagnose bringt dein ganzes Leben in Wanken. Sie löst große Ängste aus, Beziehungen verändern sich, du selbst veränderst dich. Es ist nicht leicht, das alles zu verarbeiten. Psychoonkolog:innen sind darauf spezialisiert, dir in genau dieser Situation zu helfen. Sie unterstützten bei Bedarf auch Angehörige. Was leisten sie und wie kannst du Spezialist:innen in deiner Nähe finden? Lies diesen Text zum Thema Psychoonkologie auf unserer Partnerseite daskrebsportal.de.
Hobbys verschaffen dir schöne Momente
Tu Dinge, die dir Spaß machen! Es fühlt sich zu Beginn vielleicht komisch an, aber du wirst schnell merken, dass Ablenkung wichtig ist. Versuch, Hobbys beizubehalten oder abzuwandeln. Du bist immer gejoggt und das geht jetzt nicht? Vielleicht kannst du eine kleine Runde walken?
Teste Entspannungstechniken wie Yoga oder Achtsamkeit. Oder versuch, deine Gefühle über kreative Tätigkeiten wie Malen oder Schreiben auszudrücken. Bestimmt entdeckst du neue Hobbys, die dir Freude machen – und die deinen Alltag auch nach der Krebserkrankung bereichern.
Noch ein Tipp: Bewegung stärkt dein Immunsystem und verändert das hormonelle Gleichgewicht. Gerade Ausdauersportarten fördern daher eine gute Stimmung. Außerdem trägt regelmäßige Bewegung dazu bei, einem Rezidiv vorzubeugen. Wirf doch mal einen Blick auf unsere “Pink Ribbon Family“ Projekte.
Hier findest du weitere Tipps dazu, wie du deine Freizeit nach der Brustkrebsdiagnose gestalten kannst bei unserem Partner daskrebsportal.de.
Quellen:
Krebsinformationsdienst (2024): Alltag mit und nach Krebs: Jeden Tag leben. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Krebsinformationsdienst (2023): Krankheitsbewältigung. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Krebsinformationsdienst (2016): Psychische Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Krebsinformationsdienst (2022): Bewegung und Sport - Tipps für Krebspatienten. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Deutsche Krebsgesellschaft, onko-internetportal.de (2014): Umgang mit der Diagnose Krebs. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Deutsche Krebsgesellschaft, onko-internetportal.de (2018): Kreativ den Krebs bekämpfen. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, gesundheit.gv.at (o. D.): Gesundheit und soziale Beziehungen. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2022): Soziale Unterstützung. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Onkologie Schwerpunktpraxis Anhut (o. D.): Leben mit Krebs. (abgerufen am 18. Februar 2026)
Projekte, die dich begleiten

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FANTASTIC by Daniela Fricaud

Seminartour mit Tanja Bülter
Mutmacherinnen
Du bist nicht allein. Hier möchten wir Anregungen geben, die Mut machen, und dazu auffordern, das Leben mit seinen unzähligen schönen Augenblicken so gut es geht wahrzunehmen. Die meisten Beiträge stammen von Betroffenen – ehrlich und voller Mut.
Möchtest du deine Geschichte mit anderen teilen und ihnen Mut geben? Schreib uns gern.
© Matea Weindel
Matea Weindel
Matea ist Miss Pinctastic. Mit gerade einmal 25 Jahren erkrankte sie an Brustkrebs. Voller Offenheit und Ironie beschreibt sie ihren Weg durch die Krankheit. Ihre Botschaft ist ein leidenschaftliches Plädoyer fürs Leben – für alle Cancerqueens, für uns ALLE.
© Daniela Fricaud
Daniela Fricaud
Den Brustkrebs hat Daniela irgendwann einfach aus ihrem Drehbuch gestrichen und beschlossen, dass genau jetzt ihr Leben schön und außergewöhnlich sein soll. Mit Make-Up-Art hilft sie sich selbst – und anderen!
© Simone Heinen
Simone Heinen
Bereits während der Schwangerschaft mit ihrem vierten Kind hatte Simone Brustkrebs. Aufgeben? Keine Option. „Verwandle den Schmerz in Macht.“ Dieser Satz hat sie durch die Therapie getragen. Die Macht, um all das zu schaffen.
© Nadja Seipel
Nadja Seipel
Nadja bekam 2015 ihre Brustkrebs-Diagnose, nachdem sie einen Knoten in ihrer Brust selbst ertastet hatte. Ängste, die Nebenwirkungen der Chemotherapie und unzählige Krankenhausaufenthalte bestimmten ihr Leben.
© Fanie Nel
Carla von Bergmann
Carla von Bergmann hatte eine ganz besondere Art, ihre überstandenen Chemotermine zu feiern und das Ende der Behandlung nicht aus den Augen zu lassen, um den Brustkrebs zu überwinden.
© Lisa Kernchen
Lisa Kernchen
Den Anruf mit der Brustkrebs-Diagnose erhielt Lisa, als sie gerade auf dem Weg nach Italien war. Nach der Brustkrebs-Diagnose ihrer Schwester und der Lungenkrebs-Diagnose ihrer Mutter wusste sie, dass Kämpfen der einzige Weg war.
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Annette Holl
Annette erhielt während der Corona-Pandemie ihre Brustkrebs-Diagnose. Ihr Leben wurde von einem auf den anderen Tag komplett auf den Kopf gestellt. Heute nimmt sie besonders die Freude in den kleinen Dingen wahr.
© Marcel Krull
Dana Holzner
Als sie mit 33 Jahren ihre Brustkrebs-Diagnose bekam, stand die Welt still für Dana Holzner. Ihr Leben hat sich seitdem komplett verändert – zum Guten. Heute möchte sie sich von nichts und niemandem mehr ihr Lächeln nehmen lassen.
© Reinhard Kappes
Doris Kappes
Ihre Brustkrebsdiagnose war für Doris ein tiefer Fall und passte für sie überhaupt nicht zu ihrem Leben. Jahre später ist sie glücklich darüber, wie das Leben sich entwickelt hat.
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Sandra Hornung
Sandra bekam mit 38 Jahren ihre Diagnose. Mittlerweile hat sie sich die Frage "Warum ich?" selbst beantwortet.
© Selina Henle
Tatjana Schwägerl
Die Diagnose war für Tatjana ein Schock: Brustkrebs mit 26. Ihre Stärke und positive Energie möchte sie dennoch an andere Betroffene weitergeben.
© Bettina Greschner
Bettina Greschner
Die Diagnose bekam Bettina in einer Zeit, in der es ohnehin nicht rosig aussah bei ihr. Mittlerweile ist sie sehr dankbar dafür, was sich seitdem alles verändert hat.
© Kathrin Bouchard
Kathrin Bouchard
Eigentlich war ihr Leben ganz in Ordnung – bis zu dem Tag, an dem Kathrin den Knubbel in ihrer Brust ertastete. Mittlerweile teilt sie online ihre Erfahrungen.
© Mandy Steinhäuser
Pia Krüger
Die Nachricht der Genmutation bedeutete für Pia und ihren Mann auch als Paar eine schwierige Sitation. Doch schließlich haben sie das größte Glück überhaupt erfahren: ein zweites Kind.
© Joachim Käser
Joachim Käser
Joachim Käser wurde bereits in seinen 20ern zweimal mit dem Thema Krebs konfrontiert. Mittlerweile schreibt er Bücher, gibt Seminare und begleitet somit Menschen in schwierigen Lebensphasen.
© Marianne Linnek
Marianne Linnek
Ich lebe seit etwa 30 Jahren in Bonn und bin mittlerweile 53 Jahre alt. Ich lebe nicht allein – und das gibt mir Mut und Lebendigkeit. Denn trotz der Chemotherapie gibt es jeden Tag einen Grund, aufzustehen, am Leben teilzunehmen und sich – oder sich versorgen zu lassen.
© Jetzt gibts BEEF!
Susi Honig
Hey, ich bin Susi, 35 Jahre jung und habe metastasierenden Brustkrebs. Für mich ist es kein Todesurteil, sondern ein Weckruf. Mein Körper musste krank werden, um mir zu zeigen, dass ich den Ruf meiner Seele nicht gehört habe.
© Nicole Wagner
Nicole Wagner
Ich bin Nicole und ich bin Ende 2019 mit 33 Jahren an triple-negativem Brustkrebs erkrankt. Wir machen nie Selfies, aber am Tag der ersten Chemotherapie haben wir welche gemacht – und ich finde, sie gehören zu den schönsten Familienbildern.






















